• News - 8. Dezember 2017

    Spielen für eine bessere Zukunft - die Geschichte von der fussballbegeisterten Eman

    Fussball ist in Jordanien eine der beliebtesten Sportarten. Der Zugang zu dem populären Sport steht jedoch nicht allen offen: In den meist konservativen und von Armut geprägten Regionen dieses Landes ist der Zugang zu Sport für Mädchen und Frauen meist sehr schwierig. In diesen Regionen, ist es ausschliesslich Männern erlaubt, Sport zu treiben oder in Fussballstadien zu gehen und ihren Fussballclub anzufeuern. Bei Eman – ein 12-jähriges Mädchen aus Mafraq - ist es nun schon zwei Jahre her, als sie das letzte Mal Fussball spielen konnte. Trotzdem hat Eman ihre Begeisterung fürs Fussballspielen nie verloren und hat nun durch Right To Play die Möglichkeit in einem sicheren und geschützten Umfeld ihrer Leidenschaft nachzugehen.

    Eman nimmt gerade an einem viertägigen Fussabllcamp in Al Hussein teil, welches durch Right To Play initiiert wurde. Nach einer anstrengenden ersten Halbzeit in der Hitze Jordaniens, nehmen sich Eman's Mannschaftskollegen eine Auszeit vom Spiel. Eman ist so motiviert, dass sie auf dem Spielfeld bleibt und die Pause nutzt, um verschiedene Tricks mit dem Ball zu üben.

    Derzeit gibt es 660.000 Flüchtlinge aus Syrien, die Hälfte von ihnen sind Kinder.

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    Eman lebt im Nordosten von Mafraq, wo 20% aller Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aufgenommen wurden. Durch den grossen Flüchtlingszustrom und den Mangel an ausgebildeten Fachkräften, gehen viele Kinder nicht zur Schule. Für die Lehrkräfte selber, ist die Ausbildung der Kinder, aus unterschiedlichsten Nationen, eine grosse Herausforderung. Sie versuchen die Lehrinhalte anhand des spielbasierten Ansatzes von Right To Play zu vermitteln, jedoch ist es schwierig auf Grund der knappen Kapazität jedes Kind zu erreichen.

    Aus diesen Gründen wurde in 2017, von Right To Play ein Programm – in Kooperation mit der kanadischen Regierung und mit dem jordanischen Ministerium für Bildung und soziale Entwicklung – ins Leben gerufen, indem die Kinder durch Spiel & Sport auch ausserhalb der Schule lernen können und so wichtige Werte und Fähigkeiten fürs Leben mitnehmen können. Das „LEAP-Programm" gibt beispielsweise Mädchen, wie Eman, die Möglichkeit an einem viertägigen Sommer-Fussballcamp nur für Mädchen teilzunehmen – um Mädchen stark zu machen, damit sie lernen für ihre Rechte einzustehen.

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    Während des Camps spielen die Mädchen Fussball und lernen dadurch wichtige Führungs- und Konfliktlösungskompetenzen. „Im Fussball spielen war ich vorher nicht gut, aber jetzt fühle ich mich besser und bin bereit jeden Tag zu üben!", bestätigt Eman. Sie berichtet ausserdem von den Freundschaften, die sie während der Zeit im Fussballcamp geschlossen hat. Sie selbst wurde durch ihre beste Freundin vom Fussballspielen begeistert und begann dann die Leidenschaft zum Fussballspielen zu entwickeln.

    Eman hofft, dass sie eines Tages, wie ihre Fussball-Coaches sein kann, die sogar für das jordanische Nationalteam spielen. Darüber hinaus möchte sie selbst eine Ausbildung zum Right To Play Coach machen und andere Mädchen trainieren.

    „Mein grösster Traum ist es Fussballspielerin und Trainerin zu werden, damit ich die Fähigkeiten anderer Mädchen weiterentwickeln kann.", berichtet Eman mit strahlenden Augen.

    Als die anderen Teammitglieder von der Spielunterbrechung zurück kommen, sehen sie, wie Eman immer noch den Ball mit den Knien hoch hält. Sie lässt den Ball auf dem Fuss abtropfen und spielt einen Pass zu ihrer Freundin, die gerade zurück aufs Spielfeld läuft. Emans Gesicht strahlt vor Glück und voller Stolz.

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