• Spiele ermöglichen Jeanette, den Schulunterricht zu verbessern

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    Seit zehn Jahren arbeitet Jeanette als Grundschullehrerin in Monrovia, der Hauptstadt Liberias, doch ihr Engagement geht über das Schulische hinaus: „Ich fühle mich für meine Schülerinnen und Schüler verantwortlich wie eine Mutter. Ich wünsche mir nur das Beste für sie und ich möchte, dass sie Erfolg haben und glücklich sind."

    Die 35-jährige Grundschullehrerin hat einen vollen Arbeitswoche und unterrichtet 56 Schulkinder in acht Fächern, unter anderem Lesen, Schreiben, Mathematik, Englisch und Sozialwissenschaften. Eine hohe Arbeitsbelastung, die auch Jeanette einiges abverlangt. Erst kürzlich absolvierte Jeanette ein Lehrertraining von Right To Play und begann danach, die spielbasierte Lernmethodik im Unterricht anzuwenden. Nicht nur die Kinder profitieren davon, auch Jeanette's Arbeit hat sich dadurch vereinfacht. 

    „Ich sehe wie sich die Kinder in der Schule weiterentwickeln und sich nun auch besser benehmen. Sie sind engagiert und nehmen aktiv am Unterricht teil. Wenn ich früher der Klasse eine Frage stellte, meldete sich meistens kein Kind zu Wort. Jetzt sind die Hände ständig in der Luft. Die Methodik gibt mir die Chance, den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler spannend und ansprechend zu gestalten, wodurch die Kinder schneller und engagierter lernen, weil es ihnen Spass macht."

    Neulich hat Jeanette gar der Schulleitung vorgeschlagen zwei Schulkinder aus ihrer Klasse noch vor Ende des Schuljahres in die dritte Klasse aufzunehmen. „Die Leistungen dieser zwei hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen!" Freudestrahlend erzählt Jeanette, dass die beiden Klassenbesten Mädchen sind: „Ich bin so stolz auf die Beiden. Anfangs Schuljahr habe ich ihre Eltern persönlich besucht, um sie davon zu überzeugen, ihre Töchter dieses Jahr die Schule besuchen zu lassen. Ich habe ihnen sogar Schuluniformen gekauft, damit die Eltern dies nicht als Vorwand bringen konnten, ihren Töchtern den Schulbesuch zu verwehren.

    Eines der beiden Mädchen, Alice, ist schon fast 12 Jahre alt. Sie wurde sehr spät eingeschult – ein in Liberia häufig anzutreffendes Problem. Statt Sechs- und Siebenjährigen trifft man in Jeanette's Klasse Schulkinder zwischen acht und vierzehn Jahren an.

    Und: Weitgehend alle ihre Schülerinnen und Schüler sind von extremer Armut betroffen. „Viele von ihnen haben den ganzen Tag nichts zu essen, ihre Eltern sind zu arm," sagt Jeanette. „Deshalb versuche ich jene Schülerinnen und Schüler, die ausreichend Essen dabei haben, zu ermutigen, ihr Essen mit den anderen zu teilen. Liberia durchläuft eine schwierige Zeit. Aber wenn die Kinder in der Schule Spass haben, dann lernen sie etwas für das Leben und können dieses Wissen für eine bessere Zukunft einsetzen."

     

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