• Israa’s Buchklub inspiriert Flüchtlingskinder zum Lesen und fördert Akzeptanz

    Israa_Website_Banner.pngDie 25-jährige Israa kannte nie ein Leben ausserhalb eines Flüchtlingslagers. Sie wurde im Baddawa Camp im Libanon geboren und verbrachte ihr gesamtes bisheriges Leben dort. In einem Flüchtlingslager aufzuwachsen, war nicht leicht für Israa. Aus eigener Erfahrung weiss sie, wie schwer es für Kinder und Jugendlichen ist, sich selber zu akzeptieren, an sich zu glauben und ihr Potenzial freizusetzen. Insbesondere unter den beengenden Verhältnissen im Camp, ohne einen sicheren Platz zum Lernen und Spielen. Daher hat Israa einen Buchklub gegründet, wo junge Menschen sich Fähigkeiten aneignen, die sie für ihre Zukunft brauchen: Akzeptanz, Zuversicht, Toleranz sowie Lese- und Schreibfähigkeiten. Sie sieht den Klub als Zufluchtsort für die Jugendlichen, die jede Woche kommen und teilnehmen.

    „Interaktives Lernen ist sehr wirkungsvoll", sagt Israa. In meinem Klub erleben die Jugendlichen, dass sie geschätzt und unterstützt werden, unabhängig von ihren Verschiedenheiten oder Schwierigkeiten."

    Dies sind Erfahrungen, welche Israa als Right To Play Volontärin gemacht hat, gerne aber schon als Kind erlebt hätte. Mit 19 begann Israa freiwillig für Right To Play zu arbeiten. Die Seminare über frühkindliches Spielen, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder spielbasiertes Lernen erfüllten Israa mit einem neuen Zugehörigkeitsgefühl, Zuversicht und Freude. Zugleich lernte sie, Kontakt zu Kindern und Jugendlichen zu knüpfen und deren negativen Gefühle und Verhaltensweise in positives Handeln umzuwandeln.

    „Die Kinder hörten mir zu, reagierten auf meine Vorschläge und begannen, sich zu verbessern", erzählt Israa. „Ich war glücklich, da ich merkte, dass ich einen positiven Einfluss haben kann."

    Das inspirierte Israa, ihr Training mit ihrer Liebe zum Lernen und Lesen zu verbinden und den Buchklub zu gründen. Jede Woche sprechen die Teilnehmenden darüber, was sie gelesen haben und verbinden die Geschichten aus den Büchern mit ihren eigenen Erfahrungen und kulturellen Hintergründen. Diese Diskussionen ermutigen die Jugendlichen, ihre Gedanken oder Gefühle auszudrücken, und verbessert ihre Kommunikationsfähigkeiten. Sie lernen, sich selber besser zu verstehen und einander zu akzeptieren.

    „Der Klub erinnert uns daran, wie wichtig es ist zu lesen", erklärt Israa. „Durch unsere Diskussionen tauschen wir uns offen über unsere syrischen, libanesischen und palästinensischen Kulturen aus und lernen Akzeptanz. Right To Play erinnert uns daran, dass wir bedeutend sind."


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