• Spiele im Mathematikunterricht motivieren Divin zum Lernen

    Divin_With_Classmate_Website_Large_Banner.png Divin und seine Mitschüler spielen vor der Schule

    „Spiele im Unterricht ermöglichen mir, Kinder wie Divin zu erkennen, die intelligent aber nicht motiviert sind, ihr Wissen und Können zu zeigen", erklärt Marthe, der Mathematik- und Naturwissenschaftslehrer der GS Cyivugiza Grundschule in Kigali, Ruanda. „Divin ist viel präsenter im Unterricht, da ihm die Spiele Spass bereiten und die Schule so zu einem erfreulichen Erlebnis wird."

    Der einst schüchterne und zurückhaltende achtjährige Divin bestätigt dies: „Spiele helfen mir schneller zu lernen und den Unterricht besser zu verstehen." Sein Lieblingsspiel in der Mathematikstunde ist „Wähle den richtigen Korb", ein Rechenspiel mit Additionen und Subtraktionen. Bei diesem Spiel hilft Divin am liebsten als Gruppenleiter mit. Die Kinder werden Teams zugeteilt und jedes Team bekommt zwei Körbe und einen Stapel Spielkarten. Auf jeder Karte steht eine mathematische Gleichung mit einer richtigen oder falschen Antwort dazu.

    Die Kinder stellen die Körbe und die Karten an ein Ende des Klassenzimmers und bilden eine Linie auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes. Auf das Zeichen des Lehrers hin, hüpfen die Kinder quer durch den Raum zu ihren Körben, ziehen eine Karte vom Stapel, lesen die Gleichung laut vor und beurteilen, ob die Antwort auf der Karte richtig oder falsch ist. Dann werfen sie die Karte in den entsprechenden Korb: In den einen kommen alle korrekten Gleichungen, in den anderen die falschen. Das Spiel erfordert schnelles Denken der Schüler. Zum Schluss überprüft der Lehrer die Karten mit den Gleichungen zusammen mit den Schülern.

    „Der Lehrer zeigt uns Spiele, die uns beim Lernen helfen", erklärt Divin. „Manchmal dürfen wir dabei rumrennen. So macht der Unterricht Spass und das Lernen fällt mir einfacher."

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    Die Zwillingsbrüder Yves und Divin vor dem Klassenzimmer in der GS Cyivugiza Grundschule in Kigali, Ruanda

    Divin hat eine schnelle Reaktion, kann andere anleiten und ist direkt – alles Eigenschaften, die neu sind für ihn. Als Divin und sein Zwillingsbruder Yves vor fünf Jahren in den Kindergarten kamen, konnten die Lehrer die beiden nur aufgrund ihrer schulischen Leistungen auseinanderhalten. Yves war selbstsicher, aufgeschlossen und einer der besten Schüler seiner Klasse. Divin war schüchtern, zurückhaltend und schlecht in der Schule – alle wussten das. Sein Selbstwertgefühl litt darunter und er begann, sich immer mehr zurückzuziehen. Divin fühlte sich seinen Mitschülern weit unterlegen und war überzeugt, nie so gut wie sein Bruder sein zu können. Er wollte nicht mehr länger die Schule besuchen und seine Leistungen im Unterricht wurden noch schlechter. Die zweite Klasse bestand er nur knapp.

    Vor einem Jahr, als Divin die dritte Klasse besuchte, wurde an seiner Schule ein Right To Play Programm zur Verbesserung der Bildungsqualität eingeführt. Divins Lehrer Marthe wurde in der spielbasierten Lernmethode von Right To Play geschult und integrierte die pädagogischen Spiele in den Unterricht. Divin, der Spiele liebt, wurde sofort neugierig. Motiviert durch die Spiele begann er, aktiv am Unterricht teilzunehmen, mit seinen Mitschülern zusammenzuarbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Zudem konnte er sich so das gelernte viel besser merken. Kürzlich erzielte er 67 von 70 Punkte in einem Mathematiktest.

    Divin hat seine Schüchternheit abgelegt. Er ist fröhlich, aktiv, drückt sich gut aus, ist selbstbewusst und kann mit seinem Bruder in der Schule mithalten.

    Die Programme von Right To Play zur Verbesserung der Bildungsqualität in Tansania, Ruanda und Mosambik werden von der LEGO Foundation​ unterstützt. Sie verbessern die Lernresultate von Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 15 Jahren durch ein nachhaltiges, Kind zentriertes und spielbasiertes Lernmodell.


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