• Ein Platz für Asma: wie die physischen Einschränkungen eines Kindes eine ganze Klasse veränderten

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    Asma fühlt sich frei, wenn sie mit ihre Freudinnen und Freunden Seilspringen kann. Zum ersten Mal, seit sie und ihre Eltern aus Syrien geflohen sind, fühlt sich die 11-Jährige wohl und geborgen.

    Doch das war nicht immer so. Seit Asma aus ihrem Heimatland Syrien aufgrund des Bürgerkrieges flüchten musste, lebt sie im Rahma Flüchtlingscamp im Libanon, wo sie auch zur Schule gehen kann.
    Doch da sie wegen einer dauerhaften Hüftverletzung körperlich eingeschränkt ist, fühlte sie sich anders, minderwertig und isolierte sich von den anderen Kindern in ihrer Schule.

    Sie weigerte sich, an den Spielen in der Schule teilzunehmen, setzte sich an den Rand und schaute zu oder ging nach Hause.
    Als Moataz Al Kharoub, ein Right To Play Coach, das sah, machte er es sich zur Aufgabe, eine Weg zu finden, Asma aktiv in die Right To Play Spiele einzubinden.

    Entschlossen ein besseres Verständnis für Asmas körperliche Fähigkeiten zu bekommen, setze er sich mit ihrem Arzt in Verbindung. Nach diesem Gespräch bat er Asma, ihm beim Erstellen der Spielprogramme zu helfen. Sie war einverstanden.
    Zusammen entwickelten sie die Spiele so weiter, dass es auch für Asma möglich sein sollte, daran teilzunehmen. Moataz wusste durch seine Right To Play Ausbildung, dass er so nicht nur Asmas Selbstvertrauen stärken, sondern den anderen Kinder Inklusion und Akzeptanz beibringen konnte.

    Die erste Aktivität, die Moataz mit den Kindern durchführte, war ein Seilspringspiel. Indem er das Seil diagonal aufhängte, befand sich ein Teil tiefer am Boden, so dass Asma und die jüngeren Kinder ebenfalls über das Seil springen konnten.
    Als sie sich traute über das Seil zu springen, war ihre Freude grenzenlos und wirkte sofort ansteckend. Als ihre Freundinnen und Freunde dies sahen, feuerten sie Asma zusätzlich an.

    „Ich war überrascht, wie mutig Asma war, als sie sich entschied, beim Spiel mitzumachen“, sagte Moataz. „Sie begann zu springen und ihre Freundinnen und Freunde unterstützen sie, sodass sie ihre Schwierigkeiten vergass. Seither macht sie bei jedem Spiel mit, wie ihre Klassenkameradinnen und –kameraden, die dadurch Empathie gelernt haben.“

    Ein sicheres und unterstützendes Umfeld durch Spiel und Sport aufzubauen, in dem sich die Kinder akzeptiert und geborgen fühlen, ist grundlegend für alle Right To Play Programme.
    Dies gibt den Kindern ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit und die Möglichkeit, sich auf ihre eigene Eintwicklung zu fokussieren. So können sie sich öffnen und wichtige Kompetenzen, wie Respekt, Kommunikation und Teamwork lernen. Sport und Spiel ermöglichen den Kindern, unbefangen Spass zu haben, mit ihren Klassenkameradinnen und –kameraden zu spielen und ihre eigenen Grenzen zu testen.
    Moataz ist es gelungen, ein physisch und psychisch sicheres Umfeld für Asma und die anderen Kinder zu schaffen. Das Programm auf ihre Fähigkeiten anzupassen, war dabei entscheidend.

    Asma nimmt jetzt an allen Spielen teil. Sie konnte ihre Unsicherheiten abglegen, fühlt sich wohl in ihrer Haut und kann auf die Unterstützung ihrer neuen Freundinnen und Freunde, sowie auf die der Right To Play Coaches zählen.


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