• Nassia, die Kinderrechtsaktivistin

    Webpage_Banner_Nassia2.pngNassia, ein Right To Play Junior Coach sitzt vor dem Gleichstellungs- und Kinderschutzklub in der Kanembwe Schule
    in Rubavu, Ruanda.

    Ich liebe die Schule. Vielleicht, weil ich besonders gerne lese. Aber ich bin auch ziemlich gut darin, mathematische Probleme zu lösen. Zum Beispiel diese, bei denen man eine Grafik zeichnen muss, um ein Muster zwischen den Zahlen zu erklären.

    Noch haben mich meine Eltern nicht aus der Schule genommen. Ich bin jetzt dreizehn Jahre alt und ich kenne viele Mädchen, die die Schule verlassen mussten, weil ihre Eltern sie dazu drängten. Viele von ihnen waren meine Freundinnen. Aber ihre Mütter brauchen Hilfe bei der Hausarbeit oder der Betreuung der kleineren Geschwister. Ich verstehe das, aber ich bin froh, dass es bei mir anders ist.

    Die Jungen müssen nie zu Hause bleiben. Sie dürfen immer zur Schule gehen.

    Das ist nicht fair. Ich habe das Recht auf eine Schulbildung. Das weiss ich, weil ich dem Gleichstellungs- und Kinderschutzklub der Schule beigetreten bin. Viele Kinder sind in diesem Klub. Die Right To Play Coaches haben uns beigebracht, dass es unser Recht ist zu lernen und nein zu sagen zu Gewalt, Misshandlungen und sexuellem Missbrauch; dass Mädchen und Jungen gleichbehandelt werden sollten und dass Mädchen das Gleiche tun können wie die Jungen.

    Ich weiss, dass ich beim Fussballspielen genauso schnell renne wie die Jungen.

    Webpage_Banner_Nassia.png Nassia und ihre Freunde spielen Fussball.

    Bevor ich dem Klub beigetreten bin, habe ich nie mit den Jungen gespielt. Ich hatte Angst vor ihnen und sie hätten mich sowieso nicht mit ihnen Fussball spielen lassen. Sie waren nicht meine Freunde. Ich war sehr einsam. Wenn man nicht zur Schule gehen kann, werden diese Gefühle noch schlimmer und man kann mit niemanden darüber reden. Das kann zur Prostitution und zum Drogenmissbrauch führen. Das habe ich selbst gesehen.

    Der Klub hat mir beigebracht, dass ich das Recht habe, alles zu tun, was ich möchte. Also spiele ich mit den Jungen Fussball und das hat alle meine Ängste genommen.  Jetzt sehe ich die Jungen als meine Teamkollegen. Sie sind so wie ich. Jedes Mädchen sollte zur Schule gehen, um seine Zukunft gestalten zu können. Dank der Schule bin ich dem Klub beigetreten. Wenn ich gross bin, werde ich Lehrerin, um die Kinder über ihre Rechte aufzuklären. Bevor ich im Klub war, kannte ich meine Rechte nicht, aber jetzt schon. Jeder sollte seine Rechte kennen.


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