• Right To Play Spiele inspirierten Saturday die Schule zu besuchen

    Schulkinder spielen in LiberiaSaturday Freeman, ein 17 Jahre alter Junge aus New Kru Town in Liberia, nimmt seit zwei Jahren an den Right To Play Sport- und Spielprogrammen teil. Wie viele Gemeinden im abgeschiedenen und benachteiligten Südosten des Landes, ist New Kru Town eine Gegend, in der die Verletzung der Rechte der Kinder ein grosses Problem und Grund zur Sorge ist. Viele Kinder und Jugendliche verlassen die Schule, um Geld zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen. Oft stürzen sie sogar in die Drogen- und Spielsucht.

    Bevor Right To Play in New Kru Town die Spiel- und Sportprogramme einführte, lebte Saturday bei seiner Tante. Gemeinsam widmeten sie den Alltag der Fischerei, um ihre Familie zu versorgen. Zeit für die Schule blieb keine. Früh morgens fuhren sie für mehrere Stunden auf die See, um Fische zu fangen. Danach mussten die Fische auf den Markt gebracht und verkauft werden. Saturday hatte kaum Gelegenheit, mit Freunden zu spielen. Kam er vom Markt nach Hause, hatten die Freunde das Fussballspiel bereits beendet. Die schweren Lebensumstände brachten ihn in Kontakt mit gefährlichen Kreisen – jungen Männern, die ihre Freizeit dem Glückspiel widmeten.

    Eines Tages, als Saturday vom Markt nach Hause lief, sah er eine Gruppe Jugendlicher Spiele spielen, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Neugierig näherte er sich der Gruppe. Der Right To Play Coach Nathaniel Toe lud Saturday ein, am Spiel teilzunehmen. Die Spieler hielten sich an den Händen und bildeten eine Kette, die es wieder zu entwirren galt. Als Saturday sah, wie die Jugendlichen miteinander kommunizierten, als Team zusammenarbeiteten und sich aufeinander verliessen, um den Knoten lösen zu können, entschloss er sich, bei der zweiten Runde mitzuspielen. Nachdem der Right To Play Coach Nathaniel Toe nach dem Spiel von Saturday’s schweren Lebensumständen erfuhr, überzeugte er den Jungen, zukünftig regelmässig an den Spielaktivitäten teilzunehmen.

    Saturday zählte schon bald zu den regelmässigen Teilnehmern der Right To Play Sport- und Spielaktivitäten. "Bruder Nathaniel rief mich jeweils an, wenn sie Aktivitäten planten, so dass ich direkt nach dem Markt dazustossen konnte. Im Anschluss an die Spiele diskutierten wir, was wir erlebt haben und wie wir Gelerntes in unseren Alltag integrieren können. Ich lernte viele wichtigen Dinge, wollte aber trotzdem noch nicht zur Schule gehen.“

    Durch die Spiele und Diskussionen mit den Führern erkannte Saturday jedoch bald die Bedeutung einer guten Schulbildung und das Risiko, dem er sich selbst aussetzte, indem er mit jungen Männern am Glückspiel teilnahm. Mit Hilfe von Nathaniel hatte sich Saturday schlussendlich für das Accelerated Learning Programm (ALP) angemeldet - ein spezielles 3-Jahres-Programm, das Jugendlichen und Erwachsenen, welche die Schule unterbrochen hatten, hilft ihre Ausbildung abzuschliessen. Saturday steht nun kurz vor dem erfolgreichen Ende dieses 3-jährigen Programms. Mit Nathaniel’s Unterstützung und dank dem Wissen und der Zuversicht, die er in den Right To Play Aktivitäten gewinnen konnte, hat er den Schritt gewagt, seinem Leben wieder eine Bedeutung zu geben!

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